Die Beeteinfassungen haben wir aus alten Mauersteinen gemacht.
Gartengestaltung

Gartenumbau: Beete anlegen und Schuppen bauen


Der große Abriss ist geschafft! (Wenn du das verpasst hast, kannst du gerne hier noch mal alles dazu nachlesen.) Nun geht es weiter mit unserem Gartenumbau. Denn im nächsten Schritt haben wir die Beete angelegt und die beiden Schuppen gebaut. Wie wir das genau gemacht haben, erfährst du in diesem Beitrag 🙂

Alte Baumaterialien upcyceln

Nicht alles, was vom Abriss übrig geblieben ist, landete auf dem Sperrmüll. Gerade das Holz des alten Holzschuppens konnten wir gut für unsere neuen Schuppen recyceln. Das war aus mehreren Gründen sehr praktisch: Wir haben uns das Geld für neues Holz gespart und mussten auch nicht losfahren, neues Holz zu besorgen. (Das ist ja zur Zeit ohnehin etwas schwierig, da Baumärkte aufgrund des Corona-Lockdowns geschlossen haben. Die Alternative wäre gewesen, das Holz über die Firma meines Mannes zu holen. Das hätte uns aber zu lange gedauert. Wir sind halt ein bisschen ungeduldig, wenn es um den Garten geht 😀 ) Und natürlich ist es nachhaltiger, alte Baumaterialien wiederzuverwenden, als neues zu kaufen.

Beim Bau der Schuppen habe ich mich allerdings komplett zurückgehalten. Immerhin hat der Mann mehr Ahnung, wie man Häuser und Co. baut. Denn das ist ja sein Job als Zimmermann 😉 Entsprechend schnell hatte er da an einem Nachmittag die Schuppen hingezaubert:

Der Gartenschuppen wurde aus einigen Dachlatten zusammengebaut
Wie geplant stehen die Gartenschuppen hinten in der Ecke. Das Holz stammt aus dem Abriss des alten Schuppens. Das haben wir für den Gartenumbau einfach wiederverwendet.

Fehlt nur noch das kleine Dach, dass natürlich auch zum großen Bauernhaus passen muss. Zum Glück hatte uns der Vorbesitzer des Hauses im Keller des Bastelraumes die Dachpfannen da gelassen. Perfekt! Denn so konnten wir innerhalb einer knappen halben Stunde auch die rund wenigen Quadratmeter Dachfläche decken.

Natürlich braucht der vordere Schuppen noch eine Seitenwand. Sonst werden ja unser Rasenmäher und die Schubkarre nass. (Mehr Gartengeräte haben wir aktuell noch nicht 😜 ) Das Altholz war schon komplett verbaut. Also mussten wir uns etwas anderes einfallen lassen. Und die Idee kam auch schon bald: Im Internet haben wir alte Mauersteine gefunden, die zum Verkauf standen. Fast so alt wie die, mit denen unser Fachwerkhaus gebaut wurde, in einem super Zustand und auch noch ganz in unserer Nachbarschaft. Welch ein Zufall 😀 Und es kam noch besser: Der gleiche Verkäufer hatte ein altes Fachwerk aus Eiche noch auf seinem Hof rumliegen, das er schnell loswerden wollte. Obwohl das Holz zwei Jahre bei Wind und Wetter draußen lag, war es noch top in Ordnung. Eiche ist da nicht so zimperlich … Jackpot für uns und den Bauerngarten.

Gartenumbau mit alten Mauersteinen und Eichenbohlen

Bevor uns noch jemanden diesen “Schatz” vor der Nase wegschnappt, haben wir den Verkäufer sofort kontaktiert und unser Interesse an den Steinen und dem alten Fachwerk bekundet. Für knapp 120 Euro (plus zehn Euro mehr, damit er uns die Sachen herbringt) konnten wir die Materialien kurz darauf unser eigen nennen.

130 Euro für altes Zeug? Ja, das erschien mir zunächst auch sehr viel. Allerdings habe ich nicht so viel Ahnung von alten Baumaterialien. Nachdem mein Mann mir aber vorrechnete und erklärte, dass das ein Schnäppchen ist (und Händler für historische Baumaterialien viel viel mehr verlangen), habe ich das auch eingesehen 🙂 Also hatten wir ein paar Tage später einen riesigen Haufen Eichenbohlen und (gefühlt) Tausende Mauersteine im Garten liegen.

Wie wir die nun für unseren Gartenumbau verwendet haben? Ganz einfach, nämlich so:

Der Gartenschuppen wurde aus einigen Dachlatten zusammengebaut

Die offene Seite des Gartenschuppens, für die kein Holz mehr da war, haben wir mit den Steinen zugemauert – ohne Mörtel oder Putz. Der Vorteil an dieser Bauweise: Es geht relativ schnell. Rechnet man die Zeit zum Schleppen der Steine dazu, haben wir nicht mal eine Stunde dafür gebraucht. Na gut, zu zweit geht das auch schneller: Der eine mauert und der andere reicht die Steine an. Der Nachteil: Obwohl wir die Steine so gemauert haben, dass die Wand recht stabil steht, sollten wir von der Innenseite nicht unbedingt unsere Gartengeräte und dergleichen daran lehnen. Bis jetzt hält die Wand aber echt gut 😁👍 (Neben der Wand siehst du übrigens schon die Europaletten, die wir als Kräuterregal zweckentfremden wollen. Da die Palletten eh nur rumlagen, haben wir uns dazu entschlossen, die auch gleich mit zu verarbeiten. Was weg ist, ist weg ╰(*°▽°*)╯)

Die Front des Schuppens haben wir natürlich auch ein bisschen verschönert. Hier kam das alte Fachwerk zu Einsatz, das wir einfach vor den Holzrahmenbau gesetzt haben.

Beim Gartenumbau haben wir neben alten Mauersteinen auch altes Fachwerk verwendet.
Den Krempel im Schuppen könnt ihr getrost ignorieren 😁

Die Bearbeitung und Weiterverarbeitung alter Fachwerkbalken ist aber nicht so einfach. Denn sie bestehen meist aus Eiche, einem ziemlich hartem Holz. Da braucht es schon Werkzeuge, die ein bisschen Power haben und eine erfahrene Hand. Andernfalls kann das Werken mit Eichenbohlen schnell gefährlich werden. Zum Glück ist bei uns aber alles gut gegangen 😊 Die Zwischenwand haben wir übrigens auf dieselbe Art und Weise gemauert wie die Außenwand – nur nicht ganz so hoch.

Beetbegrenzung und Gartengestaltung: Staketenzaun, Mauersteine oder doch was ganz anderes?

Meine Gartenplanung sah vor, dass im Bereich vor dem Schuppen ein paar Gemüsebeete entstehen sollen. An dieser Idee wollte ich nach wie vor festhalten. Allerdings war ich mir lange unklar darüber, wie ich die Beeteinfassung verwirklichen sollte. Ich mein, es gibt so viele Möglichkeiten, die alle gut in einen Bauerngarten passen, zum Beispiel ein Staketenzaun. Da Staketenzäune aus Holz sind, passen sie einfach perfekt in ländliche Gärten. Zumal Holz früher auch schon leichter zu beschaffen war, und deshalb seit jeher DAS Material für Gartenzäune (und generell im Gartenumbau) ist.

Beetbegrenzungen aus Metall oder Kunststoff hatte ich allerdings gleich für mich ausgeschlossen. Der Grund: Es passt meiner Meinung nach nicht wirklich in einen rustikalen Bauerngarten. Auch kleine Hecken schienen mir als Einfassungen für Gemüsebeete weniger geeignet. Wäre ja doof, wenn die Hecke das Wachstum meiner künftigen Gemüsepflanzen hemmt.

Holz vs. Steine

Neben Holz bleibt da wohl nur noch Stein als das Material für die Begrenzung. Letzteres ist es dann auch geworden, obwohl ich anfangs erst zum Staketenzaun tendiert habe. Nach der Mauerei am Schuppen hatten wir noch so viele Mauersteine übrig und wir wussten nicht, wohin damit. Also haben wir kurzerhand 4 kleine Beete damit abgetrennt. Und ich muss sagen: Es gefällt mir wirklich gut. Es passt wunderbar zu unserem Haus, zum Schuppen und selbst zum Hochbeet, das hinten an der Hauswand steht. Auch hier haben wir wieder auf Putz und Mörtel verzichtet. Die untersten Steine haben wir ein wenig in den Boden gedrückt und dann munter nach oben gestapelt.

Beim Gartenumbau haben wir die Beeteinfassungen aus alten Mauersteinen gemacht.

Wir hatten sogar noch so viele Steine übrig, um damit eine Wegbegrenzung zu legen.

Sieht doch bisher ganz gut aus, oder? Gartenumbau ist eben auch harte Arbeit. Durch das Mauern und Verlegen der Steine hatte ich am nächsten Tag echt Muskelkater 😂 Tja, Gartenarbeit ist eben auch gut für die Fitness. Welche Gründe noch für die Gartenarbeit sprechen, kannst du hier nachlesen.

 

 

28 / Redakteurin / Landei und Jung-Gärtnerin :)

Ein Kommentar

Eine Antwort schreiben

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.